VWL und die Mathematik
Ich habe in der letzten Zeit mehrere Kommentare auf meinem alten Blog bekommen, dass ich die hier vorgestellten Modelle sehr gut erklären würde und dass manche Professoren dies nicht so hinbekommen. Zuerst bedanke ich mich natürlich für den vielen Zuspruch.
Woran liegt das also, dass meine Ausführungen den Lesern gefallen?
In erster Linie würde ich sagen, dass es daran liegt, dass ich mir die Modelle aus einem Buch wieder beibringe (ich hatte sie ja bereits gelernt) und sie dann so niederschreibe, wie ich es verstanden habe. Ich glaube ein weiterer Grund ist, dass ich in meinen Artikeln die Mathematik auf ein Minimum reduziere.
Die Mathematik ist jedoch eine Sache, ohne die die VWL nicht immer auskommen. Ich gehöre leider auch zu den Menschen, die mit der Mathematik auf Kriegsfuss steht. Ich kann mich noch daran erinnern, wie ich nach dem Abitur zu meinen Mathelehrer sagte, dass ich das meiste, was er mir beigebracht hat, eh nie wieder benötigen würde. Drei Monate später wurde ich eines besseren belehrt, als mir die Universität einen Brief schickte, indem sie mich aufforderte, zwei Wochen vor Semesterbeginn zum Analysis Vorkurs zu erscheinen. Ich kann also allen angehenden VWL, aber auch BWL, Studenten nur raten im Matheunterricht doch ein wenig besser aufzupassen.
Leider vergrault die Mathematik viele Studenten aus diesem sehr interessanten Studienfach. Als ich mein Studium angefangen habe, waren wir im Jahrgang fast 400 Studenten. Nach dem ersten Semester waren wir nur noch 200 und hiervon zogen nur noch 100 in das Hauptstudium ein. Und letztendlich machen jährlich an meiner Alma Mater nur 30 bis 50 Studenten ihren Abschluss. Es gibt natürlich mehrere Gründe warum viele dieses Studium abbrechen oder zu einem anderen Studienfach wechseln, doch ich schätze mal, dass die Mathematik der Hauptgrund hierfür ist.
Schuld daran haben aber auch die Professoren, zumindest einige davon. An meiner alten Universität hatten wir zwei Professoren, die sehr viel Wert auf die Mathematik legten. Der eine, er unterrichtete Mirkroökonomie, ratterte seinen Stoff runter. Modell und Mathematik. Gestoppt wurde nicht, denn die Mathematik war ja aus der Schule bekannt. Und für ihn gehörte sie halt zur VWL.
Der andere Professor, er unterrichtete Makroökonomie, setzte die Mathematik anders ein. Er erklärte uns die Modelle durch die Mathematik. Er erklärte die Gleichungen und spielte mit ihnen. Er änderte hier mal etwas, dann dort und zeigte uns wie das Modell darauf reagiert. Dies war auf jeden Fall für mich die bessere Methode zu studieren.










